Gespräch mit Marieke Schöning und Pamela Lieb von Über den Tellerrand Frankfurt e.V.


Marieke, Du leitest seit Herbst 2016 als Geschäftsstellenleiterin die Frankfurter Sektion von „Über den Tellerrand“. Worum geht es bei Euch?
Marieke: Es geht ganz einfach darum, Menschen verschiedener Herkunft an einen Tisch zu bringen. Über das gemeinsame Kochen und Essen kann man sich sehr unkompliziert kennenlernen, austauschen und Spaß haben – zunächst auch ganz unabhängig von den vorhandenen Sprachkenntnissen oder der Herkunft. Für die Geflüchteten geht es natürlich auch darum, Deutsch zu sprechen in ganz alltäglichen Situationen.
Pamela: Das gemeinsame Kochen ist eine gute Basis für die weitere Unterstützung der Menschen, die zu uns kommen. Und natürlich entstehen aus den Bekanntschaften auch Freundschaften.

Wen sprecht Ihr mit Eurem Projekt an?
Marieke: Angesprochen sind zunächst einmal Menschen mit und ohne Fluchthintergrund, die Freude an der Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen haben. Inzwischen sind wir eine sehr internationale Community, die regelmäßig zu unseren Events kommt. Die meisten sind in ihren 20igern und 30igern, aber auch ältere Menschen sind natürlich herzlich willkommen. Inzwischen engagieren sich auch etwa 30 Personen mit und ohne Fluchterfahrung ehrenamtlich in unserem Projekt.

Wie können sich Ehrenamtliche bei Euch einbringen?
Marieke: Wir suchen kreative Menschen, die Interesse und Zeit haben, Veranstaltungen wie unsere Koch-Events zu organisieren. Hier ist Kreativität gefragt, inzwischen haben wir z. B. auch eine Kulturgruppe, die ebenfalls diverse Ausflüge plant. Gerne können auch Menschen mit ihren eigenen Ideen für Begegnungsprojekte auf uns zu kommen, die sie gemeinsam mit uns umsetzen wollen. Die Öffentlichkeitsarbeit spielt für uns ebenfalls eine wichtige Rolle, auch hier kann man sich ehrenamtlich einbringen. Sei es bei redaktionellen Tätigkeiten für unsere Social-Media-Aktivitäten oder auch bei der Begleitung und Nachbereitung unserer Veranstaltungen.

Wie profitieren die Geflüchteten, aber auch die Ehrenamtlichen von dem Angebot?
Pamela: Die Menschen mit Fluchthintergrund möchten gerne Kontakt zu Einheimischen in Frankfurt, nicht zuletzt, weil sie auch Deutsch lernen und sprechen wollen. Beheimatete Frankfurter/innen sagen uns hingegen ganz oft, dass sie gerne Menschen mit Fluchthintergrund kennenlernen wollen, um sich ein eigenes Bild von den Menschen zu machen. Beide Seiten, ob Geflüchtete oder Beheimatete, haben natürlich Spaß an der Aktivität des Kochens.

Was muss man zu so einem Kochabend mitbringen?
Marieke: Die geplanten Events sind kostenfrei und die Lebensmittel werden von uns für das jeweilige Event zur Verfügung gestellt. Wir haben aber eine Spendendose und freuen uns über eine kleine Spende. Für das Stammtisch-Treffen bringt einfach jeder etwas für das Buffet mit und es kommt alles auf den Tisch.

Wie können Interessierte mit Euch Kontakt aufnehmen?
Pamela: Zweimal im Monat findet unser Stammtisch im Verein „Glück ist jetzt“ im Baumweg 20 statt. Jeder, der Interesse hat, bei uns mitzumachen, kann gerne vorbei kommen. Die aktuellen Termine sind immer auf unserer Facebook-Seite zu finden: https://de-de.facebook.com/ueberdentellerrandkochen.frankfurt/

Interessierte können außerdem einfach eine Email schreiben an: frankfurt@ueberdentellerrand.org .